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"WEGSTRECKEN" - Hintergrundgedanken,
formuliert von Erich Klinger

Bewegung ist von vielen Schattierungen überzogen, ein genaueres Hinsehen ist angebracht, um abseits vorgetäuschter Objektivität gedankliche Unbeweglichkeit zu vermeiden.

Die Begriffsbestimmung der Mobilität ist überwiegend auf das eigene Kraftfahrzeug ausgerichtet, selbst in Städten und Regionen mit relativ gutem Angebot an anderen Fortbewegungsmöglichkeiten.

Autofahrten, die mangels akzeptabler Alternativen durchgeführt werden, stehen in relativ hohem Ausmaß unnötige Fahrten auf sämtlichen Distanzen gegenüber.

Ein Merkmal des Autoverkehrs ist die Schneisenwirkung der Beeinträchtigung, die mit jeder zusätzlichen Ausbaumaßnahme weiter voranschreitet.

Konsumverhalten und Autofahren sind häufig miteinander verwoben, die Spuren der Zerstörung auf dem Weg zum und am Ort des Konsumierens fallen nicht mehr auf.

Es ist selbstverständlich, eine das zigfache des eigenen Körpergewichtes wiegende Masse ausschließlich für sich in Bewegung zu bringen.

Bei der Bewertung dieser Augenscheinlichkeiten geht es mir um Ausrichtung nach Kriterien einer ökologischen und somit auch ökonomischen Vernunft, auch als Gradmesser der Verkehrspolitik.

Mein Wunschbild: Kraftfahrzeuge als Ergänzung zu einem gut ausgebauten Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, Radwegen und Wegstrecken, die ohne Gefahr zu Fuß zurückgelegt werden können, Güterbeförderung vorwiegend auf Schienen und die Lastkraftwagen in erster Linie als Zubringer bzw. Abholer von mittels Bahn transportierten Gütern.

Automobile Enthemmtheit, ideologisch aufbereitet in Form eines Fortbewegungs- kultes, einer Mobilität um ihrer selbst willen, ist mir ein Gräuel.

Eine Verkehrspolitik, die Möglichkeiten fernab der Bedürfnisse von Straßenbaugewerbe, Treibstoffkonzernen und Automobilindustrie zuließe, scheint derzeit günstigstenfalls in kleinen Nischen möglich.

Es mangelt (schon lange) an maßgeblichen VerkehrspolitikerInnen, denen (auch über Dienstreisen mit der Bahn hin) ausreichende Kompetenz in Belangen autoloser Fortbewegung zugesprochen werden kann.

Fehlt diese, im Hinblick auf ein Umlenken des Verkehrs nötige Kompetenz, ist das Resultat den Neigungen der PolitikerInnen entsprechend autolastig, die Gesamtkompetenz als VerkehrspolitikerIn somit eindeutig beschränkt.

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